Das Prinzip der Sieben

Die Sieben ist nicht einfach nur eine Zahl, sondern sie repräsentiert ein kosmisches Prinzip. Dazu gehört – neben Anderem – auch die geometrische Manifestation einer Zahl, die das ihr zu Grunde liegende Ordnungsprinzip an Hand einer geometrischen Figur widerspiegelt. Die folgende Skizze gibt die geometrische Manifestation der Sieben wieder:

Man zeichnet einen Kreis, und teilt den Umfang in sieben gleich große Abschnitte. Die so entstandenen Schnittpunkte verbindet man innerhalb des Kreises alle miteinander, und erhält so die gewünschte, geometrische Manifestation. Das Ordnungsprinzip der Sieben soll anhand des folgenden Beispiels näher erläutert werden, beginnend mit dem Heptazonos – auch bekannt als die Chaldäische Reihe…

In der griechischen Astrologie wurden die sieben klassischen Planeten – also Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn – entsprechend ihrer Umlaufzeit geordnet, so, wie sie von der Erde aus sichtbar ist. Also zuerst der Mond mit 28 Tagen, dann Merkur mit 3 Monaten, Venus mit 7,5 Monaten, die Sonne mit einem 1 Jahr, Mars mit 687 Tagen, Jupiter mit ungefähr 12 Jahren, und als letzter Saturn mit ca. 29,5 Jahren. Dabei geht es aber nicht um ein geozentrisches Weltbild, sondern vielmehr um den Bezug der „Planeten“ relativ zur Erde. Diese werden nun im Uhrzeigersinn, an den jeweiligen Schnittpunkten des Kreises, aufgetragen. Verbindet man diese Punkte nun mit einem direkten Linienzug (hier in Braun dargestellt) miteinander, beginnend beim Mond, ergibt sich ein regelmäßiges Siebeneck, auch Heptagon genannt, dass diese Reihenfolge geometrisch wiedergibt – vom kürzesten Umlauf zum längsten Umlauf.

Jedem dieser „Planeten“ wird nun in der Alchemie ein Metall zugeordnet; scheinbar willkürlich anhand oberflächlicher Eigenschaften, oder mystischer Zusammenhänge – oder nicht? Trägt man die zugehörigen Metalle zu den jeweiligen „Planeten“ einfach mal ein, ergibt sich zuerst noch keine besondere Ordnung. Schaut man sich aber die atomare Masse der zugeordneten Metalle an, lässt sich eine Reihenfolge erstellen, wobei ein Maßstab der atomaren Masse anhand der Ordnungszahl wiedergegeben werden soll: Eisen mit der Ordnungszahl 26, Kupfer mit 29, Silber mit 47, Zink mit 50, Gold mit 79, Quecksilber mit 80, und Blei mit 82. Verbindet man nun in der Zeichnung jeden zweiten Schnittpunkt (hier in Pink dargestellt) miteinander, beginnend beim Mars, und gegen den Uhrzeigersinn, so erhält man genau die genannte Reihenfolge der Metalle – vom Leichtesten zum Schwersten. Sie wird in dieser Zeichnung durch den jetzt (in Pink) erstellten „Siebenstern“, bzw. das zu sehende, erste Heptagramm der geometrischen Manifestation, wiedergegeben.

Jedem dieser „Planeten“ werden aber auch mythologische Personifikationen, bzw. Götter zugeordnet, denen wiederum – unter Anderem natürlich – auch Wochentage zugeordnet sind. Trägt man auch noch die Wochentage zu den jeweiligen „Planeten“ ein, ergibt sich wieder erstmal keine erkennbare Ordnung. Verbindet man aber nun jeden dritten Schnittpunkt (hier in Blau dargestellt) miteinander, beginnend bei der Sonne, und wieder gegen den Uhrzeigersinn, so geht man die Wochentage in der uns bekannten und üblichen Form der Reihe nach ab. Ein zweiter „Siebenstern“, der nun die Reihenfolge der Wochentage wiedergibt, vervollständigt die geometrische Manifestation der Sieben.

Es bleibt jetzt nur noch etwas über die Selbstähnlichkeit zu sagen, die auf weitere Zusammenhänge hindeutet. Das erste Heptagramm – in Pink dargestellt – beinhaltet in sich den ersten Linienzug, wenn auch um 180° gedreht – mit braunen Punkten angedeutet. Das zweite Heptagramm – in Blau dargestellt – beinhaltet aber beide, vorangehenden Linienzüge, wobei das erste wieder in der ursprünglichen Ausrichtung positioniert ist, und das zweite um 180° gedreht – mit braunen und pinken Punkten angedeutet.

Wahrlich faszinierende Zufälle…

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