Sucht

Sucht ist nichts anderes als die verzweifelte Suche nach etwas, das man verloren hat. Das Herz erinnert sich, und möchte es unbedingt zurück haben. Aber der Verstand kennt die Sprache des Herzens nicht mehr und kann dessen Fragen nicht mehr verstehen. Trotzdem nimmt der Verstand den Willen zur Suche wahr und gerät in Verzweiflung, weil er nicht weiss was er machen soll. Die Intuition eilt zur Hilfe und gibt den rettenden Hinweis durch ein profanes „Mittel“, in dem die vom Herzen ersehnte Essenz steckt. Aber der Verstand hat auch die Sprache der Intuition vergessen und verliert sich im Konsum des „Mittels“, dessen Bedeutung er nicht versteht. Auch das „Mittel“ selbst versucht zu sprechen und gibt eine Reihe von Hinweisen, die vom Unterbewusstsein aufgenommen werden. Aber auch hier ist der Kontakt zum Verstand verloren gegangen…
Wer übermäßig zum Alkohol greift, möchte an die Hand genommen werden und sucht letztlich die Verbindung zu seiner inneren Führung.
Wer übermäßig Cannabis konsumiert, fühlt sich von allem abgeschnitten und ist auf der Suche nach seinem inneren Urvertrauen.
Wer übermäßig zum Kokain greift, hat den Kontakt zu seinem Herzen verloren und sucht die Quelle seiner Energie.
Egal zu welcher Substanz man sich stark hingezogen fühlt, und über dessen Konsum man nicht mehr Herr zu werden scheint, es enthält immer eine Essenz, eine essentielle Botschaft, die sich mitteilen möchte, damit die verloren gegangene Qualität im inneren zurück kommen kann. Sie ist nicht wirklich verloren gegangen und man trägt sie nach wie vor in sich, aber der Kontakt zu ihr ist unterbrochen. Befasst man sich mit der Botschaft des „Mittels“, zu dem man intuitiv greift, dann findet man auch den Weg zur verloren gegangen Qualität wieder, und der „Drogenkonsum“ verwandelt sich in eine Erfahrung, die zu einer bedeutenden, inneren Entwicklung beitragen konnte.

Die Absicht und das Wort

Die Absicht geht dem Wort voran, aber genau genommen sind beide eins. Denn am Anfang war das Wort. Und dem Anfang kann nichts voran gehen. Da es am Anfang aber noch keine Zeit gab, ging dem Wort doch etwas voran, nämlich die Absicht, denn sie sind beide eins. Wie die Aktion der Reaktion vorangeht und diese unweigerlich bedingt, gehören sie untrennbar zusammen, bilden eine dimensionsunabhängige, kausale Einheit. So wie auch das Ei und die Henne zwei Punkte auf ein und demselben Kreis sind. Es gibt weder zuerst, danach, vorher, noch später – sondern immer nur zugleich, denn der Kreis bildet eine in sich geschlossene Einheit. Egal wo und wie er verläuft oder welche Dimensionen er streift.

Aqua Magica

Die Magie des Wassers ist die höchste Form der Magie, denn sie trägt die Essenz der Schöpfung in sich, den Ursprung unseres Universums und unserer Existenz. Gleiches gilt für das Feuer, dem dualen Zustand des Wassers.

Der Geist Gottes schwebt über dem Wasser, denn er ist die Flamme die aus dem brennenden Wasser aufsteigt und in ständiger Transformation zwischen den beiden Manifestationen der Urmagie hin und her wandelt.

Der daraus erwachende Nebel ist die Manifestation des Wandels, der Symbiose aus Feuer und Wasser. Es ist der ständige Antrieb, der Urgeist des Universums, der in uns allen die Flamme des Lebens nährt.