Platonische Körper

Die platonischen Körper spielen eine bedeutende Rolle beim Aufbau kosmischer Strukturen, denn sie stellen ein Anordnungssystem dar, das sich sowohl im Mikrokosmos, als auch im Makrokosmos zeigt. Angefangen bei der mineralischen Kristallbildung, bis hin zu den Bewegungen der Sterne, Sternhaufen und Galaxien.

In jedem Maßstab repräsentieren sie die Prinzipien der Elemente, haben aber im Verbund auch ihre ganz eigene Bedeutung, wie z.B. bei der Merkaba. Dabei handelt es sich aus geometrischer Sicht um einen Körper, der aus zwei ineinander verschränkten Tetraedern aufgebaut ist, die so angeordnet sind, dass ihr Durchdringungskörper einen Oktaeder ergibt.

Die Bezeichnung der ‚platonischen Körper‘ geht eindeutig auf den griechischen Philosophen Platon zurück, der aus heutiger Sicht wohl als Begründer der Idee angesehen werden darf, dass die Materie in dem uns sichtbaren Kosmos aus atomaren Strukturen aufgebaut ist.

Ca. 360 v.Chr. verfasste er den „Timaios„, einen Text in der Form eines Dialogs, der genau von dieser Idee spricht: Materie, die mit ihren strukturbildenden, atomaren Elementen aus Dreiecken besteht, die sich in der Form der platonischen Körper organisieren.

Diese Idee wird von Platon im Dialog des „Timaios“ ausführlich dargestellt, aber auch in eine zitierte Erzählung gepackt, die ihm zur Zeit seiner frühen Jugend von einem älteren Freund der Familie erzählt wird. Aber auch dieser Freund hat diese Erzählung wiederum von einem vertrauten Priester erfahren, der zu einer sehr speziellen Gemeinschaft gehört.

Eine Gemeinschaft, die sich vor 9.000 Jahren, zur Zeit der großen Sintflut, gegründet hat, um die Erkenntnisse der atlantischen Kultur und Wissenschaften vor dem Verfall zu bewahren. Allerdings handelt es sich hier natürlich um eine literarische Konstruktion, über deren Bedeutung sicherlich spekuliert werden darf…

Das Modell atomarer Strukturen hat sich seitdem schon mehrfach gewandelt, und weicht auch heute noch stark von der Idee Platons ab. Trotzdem stellt sich aber die Frage, was er damals mit seiner Beschreibung genau gemeint hat, denn sein Ansatz ist weder unlogisch, noch lässt er sich von der Hand weisen…

Tetraeder

  • 4 Ecken
  • 6 Kanten
  • 4 Flächen (gleichseitiges Dreieck)

Oktaeder

  • 6 Ecken
  • 12 Kanten
  • 8 Flachen (gleichseitiges Dreieck)

Hexaeder

  • 8 Ecken
  • 12 Kanten
  • 6 Flächen (Quadrat)

Ikosaeder

  • 12 Ecken
  • 30 Kanten
  • 20 Flächen (gleichseitiges Dreieck)

Dodekaeder

  • 20 Ecken
  • 30 Kanten
  • 12 Flächen (regelmäßiges Fünfeck)

Direkter Vergleich der platonischen Körper

KörperTetraederOktaederHexaederIkosaederDodekaeder
Ecken4681220
Kanten612123030
Flächen4862010
Flächegleichseitiges Dreieckgleichseitiges DreieckQuadratgleichseitiges Dreieckregelmäßiges Fünfeck
Dualer KörperTetraederHexaederOktaederDodekaederIkosaeder
Parkett-
Partner
OktaederTetraederHexaeder
Verwandte
Fläche
QuadratQuadratregelmäßiges
Fünfeck